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Trend auf dem Arbeitsmarkt: Nebenbeschäftigungen ersetzen nicht Teilzeit, sondern erweitern Karrierechancen

11. April 2026

Mehrarbeit statt Lifestyle-Teilzeit: Nebenjobs werden zum Karriereinstrument

Deutschlandweit zeigt sich ein klares Bild: Viele Beschäftigte streben nicht nach weniger Arbeit, sondern nach größerer Vielfalt in ihrer Erwerbsbiografie. Aktuelle Umfragewerte legen nahe, dass klassische Teilzeitmodelle deutlich weniger als Ideal gelten, während Modelle mit zusätzlicher Nebenbeschäftigung oder Selbstständigkeit an Attraktivität gewinnen.

Derzeit arbeiten rund 24 Prozent der Befragten in Teilzeit; nur 16 Prozent würden dieses Modell jedoch als bevorzugte Arbeitsform nennen. Dieses Muster zieht sich durch die Geschlechter sowie die Generationen: Frauen und Männer sowie junge Mitarbeitende weisen ähnliche Abweichungen zwischen aktueller und gewünschter Arbeitsform auf.

  • 20 Prozent der Generation Z sind aktuell in Teilzeit beschäftigt, aber nur 13 Prozent würden dies bevorzugen.
  • Der Anteil der derzeit Selbstständigen liegt bei etwa 5 Prozent; perspektivisch könnten sich doppelt so viele (10 Prozent) eine Selbstständigkeit vorstellen.
  • Nur 3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten haben momentan einen Nebenjob; 12 Prozent könnten sich jedoch vorstellen, Vollzeit und Nebenbeschäftigung zu kombinieren.

Die Motive dahinter sind weniger von Bequemlichkeit als von Leistungsbereitschaft und Gestaltungswunsch geprägt. Viele Mitarbeitende schätzen die Möglichkeit, bei der Arbeit einen sichtbaren Beitrag zu leisten, Innovationen voranzutreiben und Karrierechancen wahrzunehmen. Personalverantwortliche sehen darin eine Chance für Unternehmen: Wer Mitarbeitende aktiv in Entwicklungsprozesse einbindet und flexible Modelle zulässt, kann sein Innovationspotenzial steigern und Fachkräfte langfristig binden.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung rückt die Frage in den Vordergrund, wie Arbeitgeber passende Rahmenbedingungen schaffen können. Es geht nicht nur um Arbeitszeitmodelle, sondern auch um Rollenverständnis, Weiterbildungsangebote und die Bereitschaft, neue Arbeitsweisen zu erproben. Für viele Beschäftigte heißt moderne Erwerbsarbeit heute: nicht weniger, sondern anders arbeiten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: zwp-online.info

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