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Teilzeit in Deutschland erreicht historischen Höchststand

02. Juni 2026

Teilzeitanteil erreicht historischen Höchststand

Im ersten Quartal 2026 arbeiteten erstmals über 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland in Teilzeit. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB weist die Entwicklung als historischen Wendepunkt aus.

Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild: Während die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten mit 38,15 Stunden stabil blieb, stieg die Wochenarbeitszeit bei Teilzeitkräften leicht auf 18,88 Stunden an. Zugleich gingen im Berichtszeitraum 270 000 Vollzeitstellen verloren, dem standen lediglich 150 000 neu entstandene Teilzeitstellen gegenüber. Insgesamt sank die Zahl der Erwerbstätigen auf 45,64 Millionen.

Ein weiterer Indikator für die Lage am Arbeitsmarkt ist der rückläufige Krankenstand: Im ersten Quartal lag die Ausfallquote bei 6,1 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 6,5 Prozent. IAB-Experte Enzo Weber wertet die Kombination aus Stellenverschiebungen und veränderter Arbeitszeitgestaltung als Hinweis auf tiefere strukturelle Veränderungen der Arbeitswelt.

Für viele Beschäftigte steht Teilzeitarbeit für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, für andere bleibt sie jedoch mit Einkommenseinbußen und eingeschränkten Aufstiegschancen verbunden. Die neuen Daten befeuern die Debatten über Arbeitszeitmodelle, Lohnentwicklung und soziale Absicherung in Deutschland.

Die Zahlen gelten deutschlandweit und liefern ein aktuelles Bild der anhaltenden Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: zeit.de
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